AMATEUR RADIO TELEGRAPHY STATION


Über meine Antenne

Schon die " Altvorderen" wussten,  eine Antenne ist der beste HF-Verstärker. Also, was sagen uns diese Worte? Ganz einfach, möglichst hoch, möglichst frei und nicht zu kurz, sollte eine Antenne sein. In erster Linie ist hier die Rede von Drahtantennen.  Oft ist zu hören: "Ich kann nicht Funken, ich kann keine Antenne aufbauen." In den seltensten Fällen, ist es wirklich so. Wo ein Wille ist, ist auch eine Antenne. Ein paar Meter Draht, als endgespeiste Lösung  in die Luft zu bringen,  ist fast immer möglich. Diese sollten möglichst nicht kürzer als Lambdaviertel sein. Eine Länge von 22 - 40 m eignet sich als Allbandvariante sehr gut. Die Impedanz ist je nach Band mit einer induktiven bzw. kapazitiven Komponente belegt. Die sich mit Hilfe eines Tuners aber leicht wegstimmen läßt, so das eine Anpassung von SWR 1 erreicht werden kann und der Sender maximale  Leistung abgibt. Als Abspannpunkt eignen sich Bäume, Strassenlaternen, Zäune etc. Zur Abspannung ist Angelschnur  von 0,6 -  0,8 mm zu verwenden. Sie ist ausreichend fest und schwer sichtbar. Die Antenne selbst fertigt man aus Cu - Lackdraht von  0,6 - 0,8 mm Durchmesser. Entsprechende Schaltlitze mit PVC - Isolation kann man ebenfalls verwenden.  Als Isolatoren benutzt man kleine Plast - Stücken ca. 5 mm breit und 40 mm lang mit je zwei Bohrungen 8 mm von den Enden. Um diese Antenne zu entdecken, muß man schon sehr genau hinsehen. Aber wer läuft schon mit  Blick noch oben durch die Welt, außer Funkamateure.  Ein Hauptaugenmerk  muss auf das Gegengewicht gelegt werden, wird oft vergessen.  Es trägt wesentlichen Anteil  am  Wirkungsgrad der Antenne. Je niedriger der Fußpunktwiderstand der Antenne, je besser muß das Gegengewicht sein !  Das Heizungssystem, die Wasserleitung, der Fundamenterder sind einzeln und zusammen sehr gut geeignet. Auf den Boden ausgelegte Drähte, Lambdaviertel für jedes Band, eignen sich auch. Eine gute Gegengewicht soll möglichst induktivitätsarm sein. 

Eine gute Starkstromerde muß keine gute HF-Erde sein !

Mit solch einem Aufbau habe ich auf 80 m und ca. 40 Watt output das WAC erreicht.
 


Abb. 1

In Abb. 1 ist der Aufbau einer endgespeißten Antenne mit ATU als Hochpass dargestellt. Da man bei modernen TCVR's die Selektion der Nebenwellen vernachlässigen kann, wurde diese Schaltung gewählt. Sie hat den Vorteil der Ableitung statischer Aufladungen. Galvanische Verbindung der Antenne nach Masse über die Spule L1. Der Drehko C1 muß in diesem Fall isoliert aufgebaut werden.


Seit einiger Zeit benutze ich zum Abstimmen meiner 40 m Langdraht einen automatischen Tuner, siehe unten. Der Grund für diese Anschaffung ist rein bequemer Natur und hat keinen technischen Hintergrund. Mit dem Eigenbautuner mußte ich bei Bandwechsel meinen gemütlichen "operator chair" verlassen und quer durch die Wohnung laufen um die Einstellung zu ändern. Diese "große körperliche Anstrengung"  ;-) wird jetzt durch Tastendruck erledigt. Der Tuner befindet sich am Balkongitter, wettergeschützt in einer Kühlschrankdose montiert auf einer Pertinaxplatte .


home